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2:1! KURIER Austria Davis Cup Team nimmt Kurs auf Bologna
Das große Ziel, sich sensationell zum zweiten Mal am Stück für die Davis Cup Final 8 der stärksten acht Nationen der Welt zu qualifizieren, ist für das KURIER Austria Davis Cup Team wieder einen Riesenschritt näher gerückt. Österreichs Herrennationalmannschaft liegt in der zweiten Qualifikationsrunde zum Finalturnier (24.–29. November in Bologna) gegen Belgien im Wiener Athletiksport Club (WAC) erneut in Führung. Dafür zeichneten Lucas Miedler und Teamdebütant Neil Oberleitner verantwortlich: Nach einem 1:1 nach dem ersten Spieltag entschieden der Niederösterreicher (ATP-Doppel 24) und der Wiener (ATP-Doppel 41) am Samstag das so wichtige Doppel gegen Sander Gillé (ATP-Doppel 55) und Joran Vliegen (ATP-Doppel 175) knapp mit 7:6 (5), 7:5 für sich. Dadurch besitzen die ÖTV-Herren nun zwei Chancen, um den entscheidenden dritten Sieg einzufahren. Zuerst stehen sich im dritten Einzel die Nummer-eins-Spieler beider Nationen und gleichzeitig Gewinner des ersten Tags gegenüber: Jurij Rodionov (ATP 142) und Zizou Bergs (ATP 38). Für die potenziell alles entscheidende fünfte Partie sind vorläufig Lukas Neumayer (ATP 180) und Gauthier Onclin (ATP 164) aufgeboten.
Im nahezu restlos ausverkauften Traditionsverein im Wiener Prater entwickelte sich von Anfang an das erwartet enge Doppelspiel. Breakchancen waren lange Zeit Mangelware: Beide Paare fanden im ersten Satz bloß je eine Möglichkeit vor, das gegnerische Service zu durchbrechen, in beiden Fällen ohne Erfolg. Das Tiebreak musste entscheiden, und da hatten Miedler/Oberleitner – mit der kräftigen Unterstützung durch ihr Heimpublikum im Rücken – nach 0:2- und 2:4-Rückstand doch noch das bessere Ende für sich. Im zweiten Abschnitt schenkten sich die Aufschläger wieder nur wenig, erst im achten Game gab es eine erste Gelegenheit für Gillé/Vliegen als Rückschläger. Miedler/Oberleitner bewahrten jedoch die Ruhe und schlugen im Finish bei 5:5 selbst zu. Nach einem 30:0 und 40:30 für Gillé/Vliegen erarbeiteten sich die beiden viermal je eine Breakchance. Dreimal wehrten die French-Open-Finalisten von 2023 noch durch starke Aufschläge ab, beim vierten Mal gelang Miedler/Oberleitner die Vorentscheidung, mit der sie den Centercourt endgültig in ein Tollhaus verwandelten. Oberleitner zeigte anschließend keine Nerven und servierte trocken zum womöglich richtungsweisenden Sieg aus.
„Ich bin überwältigt“, atmete Oberleitner in der Pressekonferenz erleichtert auf. „Ich bin sehr froh, dass ich meine Leistung heute so bringen konnte. Ein großer Grund dafür sind auch die Fans, die hinter uns gestanden sind. Das freut mich sehr, dass unser Einstieg in unsere zukünftige Partnerschaft so startet, und ich freue mich auf alles, was auf uns zukommt.“ Von Miedler gab es danach ein Sonderlob für seinen Neo-Spielpartner auf der ATP-Tour: „Unglaubliches Debüt von Neil. Das ist nicht selbstverständlich, dass man da so hinausgeht und beim ersten Mal im Davis Cup gleich so spielt.“ Die Kulisse beschrieb Österreichs momentan klar bester Doppelspieler als „wieder unglaublich. Es war richtig voll, richtig gute Stimmung vom Anfang bis zum Schluss. Der erste Satz war richtig eng, hätte auch in die andere Richtung gehen können. Aber ich glaube, dass wir heute in den entscheidenden Momenten echt stabil und sehr gut gespielt haben – und Neil hat dann auch unglaublich returniert, als es drauf angekommen ist. Ich bin natürlich happy, dass wir gleich so starten.“
Davis Cup 2026, 2. Qualifikationsrunde in Wien
Österreich – Belgien 2:1
Freitag, 13:00 Uhr MEZ (live in ORF 1)
Jurij Rodionov – Gauthier Onclin 6:4, 6:1
Lukas Neumayer – Zizou Bergs 6:2, 4:6, 2:6
Samstag, 11:00 Uhr MEZ (live in ORF 1)
Lucas Miedler / Neil Oberleitner – Sander Gillé / Joran Vliegen 7:6 (5), 7:5
Jurij Rodionov – Zizou Bergs
Lukas Neumayer – Gauthier Onclin
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