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Österreichisches Traumfinale beim Generali Open Ladies Kitzbühel
Beim Comeback der Tennisdamen in der Gamsstadt kommt es am Sonntag zu einem rein österreichischen Endspiel – dem ersten überhaupt bei einem WTA-125-Challenger seit deren Einführung im Jahr 2012. Die beiden Freundinnen Sinja Kraus und Julia Grabher treffen im Kampf um die mit 15.000 Swarovski-Steinen besetzte Gamstrophäe aufeinander. Damit steht bereits fest: Erstmals seit 38 Jahren wird es in Kitzbühel wieder eine österreichische Turniersiegerin geben.
1988 war Petra Ritter die letzte Österreicherin, die auf Kitzbüheler Sand triumphieren konnte. Am Sonntag wird sich ein neuer österreichischer Name in die Siegerinnenliste eintragen. Das WTA-125-Turnier Generali Open Ladies Kitzbühel hat sein Traumfinale: Sinja Kraus und Julia Grabher treffen auf dem Center Court um 11:30 Uhr aufeinander (ab 11:20 Uhr live auf ORF 1).
„Es ist etwas ganz Besonderes, morgen hier im Finale gegen Sinja zu spielen. Wir kennen uns sehr gut, sind auch befreundet, und deshalb freue ich mich auf ein gutes Endspiel“, meinte die viertgesetzte Grabher (WTA 116), die ihrer Freundin und Kollegin Kraus nach 1:21 Stunden Matchzeit mit einem 6:1, 6:4 gegen die Nummer eins des Turniers, Veronika Erjavec aus Slowenien (WTA 105), ins Endspiel folgen konnte.
Kraus kämpft sich ins Finale
Den Anfang machte am Samstag Kraus, für die das Semifinale zunächst alles andere als nach Wunsch verlief. Die zweitgereihte Wienerin (WTA 94) fand gegen die fünftgelistete Spanierin Marina Bassols Ribera (WTA 144) zu Beginn nicht zu jener Leichtigkeit und Souveränität, mit der sie sich im bisherigen Turnierverlauf präsentiert hatte. Sie haderte immer wieder mit ihrem Spiel, bewies jedoch große Moral und kämpfte sich zurück in die Partie.
Im entscheidenden dritten Satz fand Kraus dann zunehmend zu ihrem druckvollen und selbstbewussten Tennis zurück und schritt letztlich als 3:6,-6:4,-6:1-Siegerin vom gut besuchten Center Court: „Es bedeutet mir die Welt. Gestern habe ich noch mit vollem Selbstvertrauen gespielt, heute hat am Anfang irgendwie gar nichts funktioniert. Ich habe sehr mit mir gehadert. Umso glücklicher bin ich, dass mich das Publikum durch dieses Match getragen hat. Ohne diese Unterstützung hätte ich es heute nicht geschafft“, bedankte sich Kraus nach der Partie bei den Fans.
Grabher überzeugt gegen Topgesetzte
Grabher hingegen erwischte in ihrem Semifinalmatch einen fulminanten Start und nahm Erjavec gleich das erste Aufschlagspiel ab. Danach ließ die Vorarlbergerin nichts mehr anbrennen und entschied den ersten Satz klar für sich. Auch im zweiten Durchgang gelang Grabher ein frühes Break. Beim Ausservieren behielt sie die Nerven und machte den Einzug ins rein österreichische Finale perfekt.
„Ich bin megahappy, dass ich heute richtig gutes Tennis zeigen konnte. Ich habe gegen eine sehr gute Gegnerin gespielt und bin unglaublich dankbar für die Unterstützung hier. Es macht derzeit einfach unglaublich viel Spaß, Tennis zu spielen“, freute sich Grabher auf das Endspiel.
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