Allgemeine Klasse Bundesliga

IMMOunited Bundesliga presented by win2day: Herzschlagfinale an Linzer Damen

LINZ AG Team OÖ verteidigt in Mauthausen wie ATV RE team future IRDNING bei den Herren den Titel.
Verfasst von: Manuel Wachta, 10.09.2023
© GEPA pictures / Manuel Binder
Den Linzer Damen gelang der Titel-Quattrick. Von links nach rechts: Stefan Hirn (Bundesliga-Administrator und -Spielervertreter), Thomas Schweda (ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft), Hans Sommer (OÖTV-Präsident), Tamara Kostic, Johanna Hiesmair, Melanie Klaffner, Nika Radisic, Barbara Haas, Petra Krejsova, Josef Obermüller (Physiotherapeut und Masseur), Jürgen Waber (OÖTV-Sportsekretär und Trainer).

Nach Abwehr von vier Matchbällen im alles entscheidenden, letzten Doppel gegen Union Stein&Co Mauthausen hatte sich ATV RE team future IRDNING im Vorjahr bei den Herren die Schale in der höchsten Spielklasse der österreichischen Mannschaftsmeisterschaft gesichert. Heuer hat sich beim erstmals in Mauthausen ausgetragenen Final Four in der IMMOunited Bundesliga presented by win2day diesmal ein ganz ähnlicher Endspielkrimi der Damen ereignet. Die Siegerteams 2023 blieben jedoch am Ende dieselben wie 2022: Bei den Ladies triumphierte LINZ AG Team OÖ bei einem rein oberösterreichischen Finale mit einem 4:3 über UTC Fischer Ried zum vierten Mal in Serie nach 2020, 2021 und 2022 – nach einem zunichtegemachten Matchball im Einserdoppel. Bei den Männern wurde in der Zwischenzeit Irdning seiner klaren Favoritenrolle im Endspiel gegen TC Harland dank eines 6:0-Erfolgs vollauf gerecht und setzte sich zum insgesamt fünften Mal nach 2018, 2019, 2021 und 2022 die Krone auf, zum nunmehr dritten Mal in Folge.

Seitens des ÖTV war, nebst etwa Sportdirektor und Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer (in aktiver Rolle, als Irdninger Doppelspieler) und Stefan Hirn (Bundesliga-Administrator und -Spielervertreter), Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Schweda beim Final Four vor Ort und nahm dabei mit vereinten Kräften, unter anderen mit OÖTV-Präsident Hans Sommer, die Siegerehrung vor. „Vielen Dank an den Hauptsponsor IMMOunited und an Presenting-Sponsor win2day für diese erfolgreiche Bundesliga-Saison, die nun mit dem Final Four in Mauthausen abgeschlossen worden ist“, bedankte sich Schweda. „Und vielen Dank auch an Andreas Pilsl und sein Team bei Union Stein&Co Mauthausen, für die Ausrichtung der äußerst gelungenen Finalveranstaltung.“ Diese bot, mit einigen wenigen Ausnahmen wie Dominic Thiem (bei keinem Bundesliga-Team genannt), Sebastian Ofner (schont sich für den Davis Cup gegen Portugal) und Julia Grabher (verletzt), ein wahres Schaulaufen der allerbesten Österreicher:innen, garniert mit starken internationalen Spieler:innen – und somit Tennis der absoluten Extraklasse.

Das kleine Wunder von Mauthausen

Bei den Damen hatte LINZ AG Team OÖ am Freitag mit einem 4:3 im Semifinale über den Grazer Park Club die Chance auf den Titel-Quattrick gewahrt. Während UTC Fischer Ried sogar zunächst ohne Topspielerin Sinja Kraus durch ein 4:1 über TC Bakl Weigelsdorf ein zweites Mal nach dem Jahr 2021 das Finale erreichen konnte. Dort schien die Revanche an den Linzerinnen zunächst zu glücken: Weil Kraus im Spitzeneinzel gegen die Slowenin Nika Radisic ebenso die Oberhand behielt wie etwas überraschend Arabella Koller gegen die 17 Jahre alte Zukunftshoffnung Tamara Kostic und Livia Kraus von der Aufgabe von Johanna Hiesmair profitierte, entschied Ried drei der ersten vier Einzelpartien für sich – einzig Nadja Ramskoger unterlag der Tschechin Petra Krejsova. Mit einer 3:1-Führung im Rücken holte sich die Deutsche Anna Klasen im Zweiereinzel gegen Melanie Klaffner den ersten Satz mit 7:5. Alles war angerichtet für den erstmaligen Coup der Innviertlerinnen. Doch es kam anders.

Klaffner vertagte mit einem 6:1 und 10:5 im Match Tiebreak zunächst die Entscheidung auf die Doppelmatches. Dort drehte Linz dank eines 3:6, 6:3, 12:10 von Radisic/Klaffner gegen Klasen/Koller sowie eines 7:5, 7:5 von Krejsova/Kostic über Ramskoger und Livia Kraus tatsächlich hauchdünn, aber doch noch den Spieß um. „Das würde ich wirklich als Wunder bezeichnen“, beurteilte Österreichs Ex-Fed-Cup-Kapitän Jürgen Waber, der bei den Landeshauptstädterinnen für die an ihrer Rechtsanwaltsprüfung arbeitende Janina Toljan als Mannschaftsführer einsprang. „Ich war ja schon total überrascht, dass wir es überhaupt ins Finale geschafft haben, weil wir so viele Ausfälle durch Verletzungen oder Turnierteilnahmen hatten, dass wir gerade fünf Spielerinnen zusammengebracht haben. Zumal Sinja Kraus bei Ried im Finale spielen konnte, waren wir für mich daher dort in der Außenseiterrolle“, befand Waber gar. „Für mich war’s eine Überraschung, und deswegen freut es mich ganz besonders. Zum Glück hat ‚Meli’ ihr Einzelmatch noch gebogen.“ Beim Doppel sei es dann „ganz eng gewesen. Im Zweierdoppel waren wir in beiden Sätzen mit Break hinten. Im Einserdoppel hatten Klasen/Koller bei 9:8 Matchball, aber diesen haben Nika und ‚Meli’ souverän abgewehrt. Es hat halt einfach sein sollen“, lächelte Waber.

Ried-Kapitän Florian Reiter wurde mit seinem Team hingegen brutal aus den bereits gut nachvollziehbaren Titelträumen gerissen: „Wir haben gewusst: Wenn wir von den Partien von Sinja und Arabella eine gewinnen, dann sind wir sehr wahrscheinlich in den Doppeln, und da kann alles passieren. Nachdem wir beide Spiele gewonnen haben, Hiesmair sich bei Linz leider relativ rasch verletzt hat und Anna gegen Klaffner einen Satz vorne war, fängt man natürlich zum Spekulieren an. Hut ab aber vor Melanie! Das muss man in der Situation auch erst mal so durchspielen – wenngleich Anna es ihr dann teils zu einfach gemacht hat.“ Im Doppel musste Ried auf Sinja Kraus verzichten, die wie vereinbart nur im Einzel spielte und dann zum WTA-Challenger nach Ljubljana weiterreiste. „Wir haben daher schon gewusst, dass es im Doppel schwierig wird. Leider war der Ball bei unserem Matchball fünf Zentimeter out. Das ist halt so. Das war eine Entscheidung wie bei einem Münzwurf“, so Reiter. Kurioserweise gingen binnen ca. zehn Sekunden beide Doppel fast zugleich zu Ende, jeweils zu Ungunsten von Ried. „Es hätte aber auch am Freitag bereits ganz anders ausgehen können und ich bin trotzdem sehr stolz auf die Mädels. Es ist halt schade für sie, denn sie hätten es sich verdient, zu gewinnen. Wir haben trotzdem nicht das Finale verloren, sondern Platz zwei gewonnen und sind glücklich mit diesem.“

Irdnings Herren nur im vorweggenommenen Finale gefordert

Bei den Herren hatte ATV RE team future IRDNING die eindeutig härteste Prüfung schon im Halbfinale am Samstag zu meistern. Die Steirer gewannen die Neuauflage der letzten zwei Endspiele von 2021 und 2022 gegen Gastgeber Union Stein&Co Mauthausen knapp mit 5:4. „Gestern war’s relativ schwierig, doch das wussten wir schon im Vorhinein“, gab Irdnings Mannschaftsführer Erich Reisinger an. Zwischenzeitlich lag man gar bereits 1:4 hinten, „aber als Gerald Melzer an Position fünf nach Satzrückstand gewonnen hat, war ich mir recht sicher, dass wir’s uns noch holen.“ Denn die heimischen Davis-Cup-Spieler Filip Misolic und Lucas Miedler sowie der Deutsche Mats Moraing waren bei ihren Einzeln jeweils klar zu favorisieren. So kam es auch, im für Reisinger „wohl vorweggenommenen Finale. Das ist es wohl, wenn sich die Finalisten der letzten Jahre gegenüberstehen.“ Im Endspiel gegen TC Harland sei der Erfolg „nie in Gefahr gewesen, es ist ideal verlaufen.“ Irdning gewann die bei den Herren zuerst ausgetragenen drei Doppel, lag rasch 3:0 vorn und ließ auch in den Einzelpartien nichts anbrennen, einzig Dennis Novak musste gegen den Slowaken Jozef Kovalik ins Match Tiebreak. „Es war eine sehr gute Leistung von ihm – aber die ganze Mannschaft ist unterm Strich wichtig, die ganze Mannschaft zählt, die ganze Mannschaft hält zusammen. Wir haben so eine unglaublich gute Kameradschaft. Wenn einer mal auslässt, sind eben die anderen für ihn da“, sah Reisinger darin zugleich das Erfolgsgeheimnis seiner Truppe. Die für 2024 nunmehr ein klares Ziel vor Augen hat: Wie die Linzer Damen den Quattrick anzugehen.

Harland hatte samstags im Duell der Semifinaldebütanten TC Raiffeisen Schwaz mit 6:3 ausschalten können. Doch die Überlegenheit von Irdning mussten die Niederösterreicher dann neidlos anerkennen: „Sie waren einfach zu gut und spielerisch zu stark“, bekannte Captain Dietmar Sedletzky, dessen Team gleich alle drei Doppelpartien verlor. „Da haben wir mit der Aufstellung länger überlegt, aber im Endeffekt drei Begegnungen gehabt, die von der Ausgangsposition her alle schwer waren. Vielleicht wäre im Dreierdoppel etwas drinnen gewesen, wenn wir hier stärker aufgestellt hätten, weil Jürgen Melzer und Peter Gojowcyk dort nicht so überragend gespielt haben.“ Im Einzel war dann für Ex-ATP-Profi und ÖTV-Trainer Lukas Jastraunig gegen Gerald Melzer wenig zu holen. Schon eher was für Sedletzkys Sohn Markus, der im Grunddurchgang alle Einzel gewonnen hatte, jedoch angeschlagen mit 5:7, 2:6 gegen Gojowczyk verlor. „Den ersten Satz hätte er gewinnen können. Im zweiten Satz hat ein langes, ungefähr 20-minütiges Game ein Break zum 1:2 gebracht, danach war sein Widerstand gebrochen“, befand Vater Sedletzky. Nur Kovalik verbuchte einen Satzgewinn: „Auch wenn er Novak letztes Mal klar besiegt hat, hat sich Jozef sehr gut gehalten. Er hat sich reingekämpft, ein sehr gutes Match gespielt, war im Match Tiebreak gar 8:7 bei eigenem Service voran. Da ist er dann ein bisschen zu passiv geworden. Man hat ihm das derzeit zu wenig vorhandene Selbstvertrauen angemerkt.“

Die weiteren Einzelmatches wurden, ob der bereits gefallenen Entscheidung, nicht mehr ausgetragen. Harland holte mit der Finalteilnahme in dieser Saison dennoch gewiss das Maximum heraus: „Für uns ist es ein Riesenerfolg, wir sind mit dem zweiten Platz höchst zufrieden“, freute sich Sedletzky mehr übers zuvor Erreichte. „Trotz Finalniederlage war es ein schönes Wochenende und schön, beim Final Four mal dabei gewesen zu sein. Wir haben es genossen, die Spieler gleichfalls. Wir haben viele Fans mitgehabt, die meisten von allen Klubs. Es waren ca. 35 Leute, mit Transparenten und allem drum und dran, die kräftig Stimmung für uns gemacht haben.“ Und so ihren Anteil am Finaleinzug hatten.

Der Spielplan beim Final Four der IMMOunited Bundesliga presented by win2day

8. September 2023, 11:00 Uhr: Damen-Halbfinale
LINZ AG Team OÖ – Grazer Park Club 4:3
UTC Fischer Ried – TC Bakl Weigelsdorf 4:1
Mehr Infos hier: https://www.oetv.at/liga/adults/235361

9. September 2023, 11:00 Uhr: Herren-Halbfinale
ATV RE team future IRDNING – Union Stein&Co Mauthausen 5:4
TC Harland – TC Raiffeisen Schwaz 6:3
Mehr Infos hier: https://www.oetv.at/liga/adults/235363

10. September 2023, 11:00 Uhr
Damenfinale:
LINZ AG Team OÖ – UTC Fischer Ried 4:3
Herrenfinale: ATV RE team future IRDNING – TC Harland 6:0

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Die siegreichen Herren von Irdning. Hinten von links nach rechts: Lucas Miedler, Peter Gojowczyk, Erich Reisinger (Mannschaftsführer), Stephan Reisinger (Assistenztrainer), Mats Moraing, Thomas Statzberger, Pascal Brunner, Filip Misolic. Vorne von links nach rechts: Jürgen Melzer, Dennis Novak, Gerald Melzer.
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Die Siegerteams von Irdning und Linz.
© Andreas Pilsl / Union Stein&Co Mauthausen
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