ATP Acapulco: Unbelohnte Aufholjagd – Erler schrammt am Dacapo vorbei
Jubiläumstitel aufgeschoben: Der zehnte ATP-Pokal für Alexander Erler – der zweite mit Robert Galloway nach Stockholm 2025 – muss fürs Erste warten. Der Tiroler ist mit dem US-Amerikaner bei den Abierto Mexicano Telcel presentado por HSBC, nach sehr starken Leistungen, im Doppelfinale gestoppt worden und verpasste damit seinen zweiten Coup beim ATP-500-Hartplatzevent in Acapulco nach dem Jahr 2023, damals mit Landsmann Lucas Miedler. Erler/Galloway mussten sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach MEZ dem Ex-Doppelweltranglistenprimus Marcelo Melo (Brasilien) und Alexander Zverev (Deutschland), aktuelle Nummer vier der Welt im Einzel, mit 3:6, 4:6 beugen und konnten dadurch den ersten gemeinsamen Triumph der zwei Freunde nicht verhindern. Routinier Melo hatte in der letzten Woche auch schon bei seinem ATP-500-Sandplatz-Heimturnier in Rio de Janeiro die Siegestrophäe davongetragen.
Nach zuvor drei Siegen verlief der finale Showdown diesmal nicht nach dem Geschmack von Erler/Galloway. Die beiden mussten ihre Aufschlaggames zum 1:2, nach einem 30:0 zum Satzverlust und nach einer 40:30-Führung zum 1:3 im zweiten Abschnitt hergeben. Zwar machten sie den nachfolgenden 1:4-Rückstand noch wett, die Aufholjagd blieb am Ende aber unbelohnt: Erler/Galloway vergaben bei 4:4 zwei Breakchancen zur möglichen Wende und mussten zum Abschluss nochmals nach einer 30:0-Führung ihr Service alles entscheidend abgeben. Dennoch durften sich die beiden pro Kopf über 40.450 US-Dollar Preisgeld sowie 300 ATP-Zähler freuen. Dank Letzteren wird sich Erler am Montag in der ATP-Doppelweltrangliste auf Position 35 verbessern, nur noch drei Plätze hinter seinem bisherigen Career High. Bei einem Finalerfolg wäre er erstmals unter die Top 30 der Welt eingezogen und sogar auf Rang 27 gekommen.