Indian-Wells-Viertelfinale bringt Erler erstmals in die ATP-Top-30
Am Montag hatten Alexander Erler und Lucas Miedler recht überraschend ihre sportliche Wiedervereinigung auf der ATP-Tour verkündet. An diesem Tag gab es für Ersteren aber gar noch eine positive Neuigkeit: Erler verbesserte sich in der Doppelweltrangliste durch sein Abschneiden beim ATP-Masters-1000-Event in Indian Wells um fünf Plätze und zog hiermit – in Form einer Punktlandung – zum ersten Mal in seiner Laufbahn unter die Top 30 der Welt ein. Bis dato war Position 32, verzeichnet am 8. Mai 2023, sein Career High gewesen. Wie es den weiteren ÖTV-Assen in Kalenderwoche elf bei ihren internationalen Turnierstarts im Ausland erging? Das könnt ihr in der nachfolgenden Zusammenfassung der Woche lesen.
- ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells (USA): Beim Combined-Event in Kalifornien waren lediglich Österreichs Doppelstars noch bis in die zweite Woche hinein im Einsatz. Alexander Erler rutschte mit Andrea Vavassori als Alternates-Paarung doch noch in den Bewerb und erreichte hierbei das Viertelfinale. Der Tiroler und der Italiener zwangen die achtgesetzten Luke Johnson (Großbritannien) und Jan Zielinski (Polen) knapp mit 6:7 (5), 7:5 und 10:8 im Match Tiebreak in die Knie und eliminierten auch die Argentinier Máximo González und Andrés Molteni mit 6:3, 7:6 (3). Erst dann kam gegen Yuki Bhambri (Indien) und André Göransson (Schweden) mit 3:6, 6:7 (2) das Aus, doch am erstmaligen Top-30-Einzug Erlers änderte das nichts mehr. Lucas Miedler hingegen setzte sich mit Francisco Cabral (Portugal) zum Auftakt gegen die beiden US-Lokalmatadore Robert Cash und JJ Tracy mit 6:2, 3:6, 10:8 durch. Im Achtelfinale verlor der Niederösterreicher mit seinem Noch-Doppelpartner gegen die späteren Turniersieger Guido Andreozzi (Argentinien) und Manuel Guinard (Frankreich) mit 4:6, 4:6.
- WTA-125-Challenger in Austin (USA): Zwischen ihren WTA-1000-Premierenauftritten in Indian Wells und Miami legte Sinja Kraus einen Zwischenhalt in Texas ein, der durchaus von Erfolg gekrönt war. Die Wienerin besiegte im Hauptfeld die italienische Qualifikantin Lucrezia Stefanini mit 6:3, 6:4 und die siebtgesetzte Russin Oksana Selekhmeteva mit 6:2, 1:6, 6:4, ehe im Viertelfinale gegen die frühere Weltranglistenzweite Paula Badosa (Spanien) mit 5:7, 1:6 Endstation war. Ein Wermutstropfen: Die 23-Jährige vergab bei einer 5:3-Führung und 0:40 als Rückschlägerin drei Satzbälle in Folge und darauf noch zwei weitere Satzbälle.
- WTA-125-Challenger in Antalya (Türkei): Nachdem Julia Grabher den zweiten der WTA-Challenger am Mittelmeer wegen ihrer Wadenzerrung auslassen musste, war sie beim dritten Turnier wieder am Start – mit einem Teilerfolg. Die Vorarlbergerin bezwang zum Hauptbewerbsauftakt zunächst die japanische Qualifikantin Mai Hontama mit 6:4, 6:2, unterlag im Achtelfinale jedoch der Italienerin Nuria Brancaccio mit 6:3, 3:6, 1:6.
- ATP-100-Challenger in Kigali (Ruanda): Sandro Kopp und Maximilian Neuchrist wurden beim zweiten Turnier am gleichen Ort in Afrika jeweils von ihren Vorwochenbezwingern aus Italien, Marco Cecchinato bzw. Stefano Napolitano, im Achtelfinale gestoppt. In der ersten Runde hatte Neuchrist noch mit einem gewonnenen Tiebreak-Krimi gegen Florent Bax (Frankreich) für Aufsehen gesorgt und beim 7:6 (5), 6:7 (4), 7:6 (6) alles in allem drei Matchbälle abgewehrt. Joel Schwärzler war dieses Mal zum Auftakt in einer Neuauflage des Vorwochenfinals gegen Napolitano mit 6:7 (13), 6:7 (4) ausgeschieden, in Satz eins blieben dabei vier Satzbälle ungenützt. Im Doppel verbuchte Kopp indes mit Filip Cristian Jianu (Rumänien) einen Viertelfinaleinzug.
- ATP-75-Challenger in Cherbourg (Frankreich): Achtelfinale in Saint-Brieuc, Viertelfinale in Thionville und Semifinale in Cherbourg – Woche für Woche hat sich Jurij Rodionov bei seiner Challenger-Auftrittsserie in Frankreich gesteigert. Mit bloß einem Satzverlust im Eröffnungsdurchgang seiner Auftaktpartie erreichte der Niederösterreicher die letzten Vier, wo er dann gegen den italienischen Qualifikanten und Überraschungsmann Filippo Romano knapp mit 6:7 (5), 6:2, 4:6 das Nachsehen hatte.
- ITF-J30-Turnier in Frýdek-Místek (Tschechien): Österreichs U16-Meister Marcel Jelinek stürmte im rot-weiß-roten Nachbarland ohne einen Satzverlust in die Vorschlussrunde. Dort zog die 15-jährige Nachwuchshoffnung gegen den gleichaltrigen Slowaken Andrej Adamovic mit 5:7, 3:6 den Kürzeren.