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WTA Peking: Kraus schrammt am Viertelfinaleinzug vorbei
Der erfreuliche Erfolgslauf von Sinja Kraus bei den China Open in Peking ist am Dienstag nun doch zu Ende gegangen. Nach den ersten drei Matchsiegen in ihrer Karriere in einem WTA-1000-Hauptbewerb ist die 24-Jährige beim Hartplatzevent in Asien im Achtelfinale ausgeschieden. Das aber nicht ohne Widerstand: Die Wienerin (WTA 95) musste sich am frühen Nachmittag nach MESZ der auf 26 gesetzten Tschechin Nikola Bartunková (WTA 34), Drittrundenbezwingerin der Weltranglistenzweiten Aryna Sabalenka (Belarus), nach 1:46-stündiger Gegenwehr mit 0:6, 6:4, 3:6 geschlagen geben. Dennoch darf sich Kraus über 105.720 US-Dollar Preisgeld und 120 WTA-Punkte freuen, dank denen sie in der am Montag neu erscheinenden Weltrangliste ihr bisheriges Career High von Platz 80 um ein paar Positionen verbessern wird. Sie nimmt im Liveranking im Moment Rang 75 ein – ein verdienter Lohn für ein keineswegs selbstverständliches Abschneiden. Denn abgesehen von Neo-Österreicherin Anastasia Potapova, die heuer in Madrid (Halbfinale) und in Rom unter die letzten 16 gestürmt war, liegt die letzte Achtelfinalteilnahme einer ÖTV-Dame auf dieser Turnierebene über 14 Jahre zurück – durch Tamira Paszek in Montreal 2012.
Kraus war in Peking zum ersten Mal überhaupt bei einem Turnier dieser Kategorie direkt im Hauptfeld gestanden. Diesen Umstand nutzte sie zuerst zu ihrem Premierensieg, mit einem 6:3, 3:6, 7:5 gegen die Australierin Maya Joint (WTA 75). In Runde zwei profitierte sie von der Aufgabe ihrer auf 16 gereihten Landsfrau Potapova (WTA 25), die bei 4:1 für Kraus im ersten Satz wegen Schulterproblemen das Handtuch warf. Schließlich legte sie ein bemerkenswertes 6:1, 6:4 über die Australian-Open-Semifinalistin 2024 und frühere Nummer 21 der Welt, Dayana Yastremska (WTA 111) aus der Ukraine, nach. Auch gegen die mit dem ersten Aufschlag dominante Bartunková (86 Prozent der Punkte gewonnen) wehrte sie sich sehr tapfer. Zwar kassierte Kraus im ersten Abschnitt die Höchststrafe, weil sie nach einem schwächeren Start mit 1:9 in Punkten vier enge Games in Folge mit gesamt sieben Gewinnchancen alle verlor. Doch im zweiten Durchgang fand sie weitaus besser ins Spiel und konnte ihr einziges Break der Partie zum 2:1 bis zum Satzausgleich transportieren, einzig bei 4:3 musste sie ein 0:40 umdrehen. Im dritten Satz verwertete Bartunková allerdings im sechsten Game die einzigen Breakmöglichkeiten und servierte daraufhin trocken zum Sieg aus.
Auch das parallel über die Bühne gehende ATP-500-Turnier in Peking ist aus heimischer Sichtweise übrigens beendet. Nach zwei Siegen war für Alexander Erler und Robert Cash am Montag im Semifinale Endstation. Der Tiroler und der US-Amerikaner unterlagen den zweitgesetzten Briten Julian Cash und Lloyd Glasspool mit 1:6, 6:7 (2).
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