US Open: Potapova hält Österreichs Fahne hoch
Das letzte Grand-Slam-Turnier in dieser Saison geht weiterhin auch mit österreichischer Beteiligung in die nächste Phase der Einzelwettbewerbe. Denn von einem ÖTV-Trio in der zweiten Runde der US Open in New York hält nunmehr Anastasia Potapova nach wie vor Österreichs Fahne hoch. Die Nummer 24 der Setzliste des Damenrasters zog in Flushing Meadows am Donnerstagabend nach MESZ ein zweites Mal nach 2024 unter die letzten 32 ein. Die Wahlösterreicherin (WTA 25) musste jedoch einen Härtetest überstehen, ehe sie die französische Wildcard-Inhaberin Léolia Jeanjean (WTA 127) nach 2:11-stündigem Fight mit 6:4, 2:6, 6:3 eliminieren konnte. „Es war einer dieser Tage, wo man einfach bis zum Schluss kämpfen muss und nicht viele Sachen funktionieren. Du fühlst dich mental und körperlich nicht gut“, erklärte die 25-Jährige laut sport.orf.at. „Aber das Wichtigste ist, dass man sich an die Situation adaptiert und eine Lösung findet. Ich habe nun einen echten Kampf hinter mir, es kann nur besser werden. Das ist das Gute daran.“
Zum ersehnten rot-weiß-roten Duell um einen Platz im Achtelfinale kommt es aber nicht. Lilli Tagger versäumte nämlich kurz danach auf dem Grandstand eine Überraschung. Die 18 Jahre alte Osttirolerin (WTA 49), die zuvor ihren ersten Grand-Slam-Hauptfeldsieg bei den Erwachsenen geholt hatte, unterlag der zehntgereihten US-Lokalmatadorin Amanda Anisimova (WTA 10) nach 2:01-stündiger, tapferer Gegenwehr mit 3:6, 6:3, 1:6. Mit ihrem Satzgewinn gegen die letztjährige Wimbledon- und US-Open-Finalistin gelang ihr freilich genauso ein Achtungserfolg wie Jurij Rodionov. Der Niederösterreicher (ATP 143) konnte dem ATP-Top-20-Mann Jakub Mensik (ATP 18) immerhin ebenfalls einen Satz abnehmen, musste sich dem auf 17 gesetzten Tschechen schließlich allerdings mit 3:6, 6:3, 2:6, 3:6 beugen. Der 27-Jährige hatte im „Big Apple“ zum vierten Mal, zum ersten Mal außerhalb der French Open (2020, 2023, 2026), bei einem Grand Slam die Qualifikation gemeistert und war anschließend zum zweiten Mal bei einem der vier Topevents nach Paris 2020 in die zweite Hauptrunde eingezogen. Damit bewies Rodionov vor dem Davis-Cup-Schlager Österreich – Belgien am 18./19. September beim WAC in Wien seine starke Form.