ÖTV-Bundesliga-Finals: In Salzburg geht es wieder um alles
Bald ist es wieder so weit: Die Finalspiele der ÖTV-Bundesliga 2026 stehen unmittelbar bevor. Am Sonntag, 13. September, ab 11:00 Uhr wird auf der Anlage des 1. Salzburger Tennisclubs erneut zum großen, spektakulären Finaltag in der höchsten Spielklasse der österreichischen Mannschaftsmeisterschaft ausgeholt. Zu erwarten sind im Salzburger Volksgarten sehr spannende und hochkarätige Endspiele. Bei den Herren geht es dabei für Gastgeber STC Raiffeisen Team Salzburg um den dritten Titel nach 1981, 2017 und 2025 und um die Wiederholung des letztjährigen Heimerfolgs auf Salzburger Boden. Die Gäste von Union SKE Mauthausen peilen indes den dritten Coup der Vereinsgeschichte nach 2020 und 2024 an und möchten sich für ihre hauchdünne 4:5-Finalniederlage des Vorjahres revanchieren. Der abschließende Showdown bei den Damen steht für TC Bakl Weigelsdorf dahingegen unter dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“: Die Finalistinnen von 2020 und 2025 wollen beim dritten Anlauf endlich erstmals die Meisterinnenschale mit nach Hause nehmen. Ihnen stellen sich mit LINZ AG Team OÖ aber Seriensiegerinnen entgegen, die von 2004 bis 2024 zwölfmal den ersten Platz erobern konnten, von 2020 bis 2024 sogar fünfmal am Stück. Für ein Eintrittsgeld von zehn Euro (für STC-Mitglieder fünf Euro) gibt es beim 1. STC nicht nur ein Mobiltelefon-Gadget im Wert von ca. 50 Euro und ein Los für eine Tombola mit coolen Preisen zurück, sondern vor allem erstklassiges Tennis geboten. Und wer nicht selbst vor Ort sein kann: Die Livestreams von sämtlichen Partien auf ÖTV TV unter www.oetv.tv und www.KURIER.at/oetv verschaffen Abhilfe.
So einiges hängt bei der Entscheidung wohl auch vom weiteren Ablauf der dieswöchigen internationalen Turniere ab. Die Hausherren müssen etwa noch um ihren Davis-Cup-Star und dreifachen Staatsmeister Lukas Neumayer und Maximilian Neuchrist zittern, die bei den NÖ Open powered by EVN in Tulln im ATP-Challenger-Einsatz stehen. Das Gleiche gilt auch für einige Mauthausener, bei denen zudem mit Sandro Kopp der erste Österreicher in der Mannschaftsliste zuletzt an Rückenbeschwerden laborierte. Die Oberösterreicher dürften jedenfalls mindestens ebenso stark aufgestellt anreisen und könnten etwa Neo-Davis-Cup-Mann Neil Oberleitner und den Ex-Weltranglisten-47. Andreas Haider-Maurer einsetzen, gepaart mit Doppelkalibern wie Sam Weissborn. Und bei den Damen könnten Billie-Jean-King-Cup-Teamspielerinnen wie Ekaterina Perelygina (WTA-Rang 540), Mavie Österreicher und Tamara Kostic (LINZ AG Team OÖ) bzw. starke Athletinnen wie die auch international reüssierende Ava Schüller oder Lea Sabadi (TC Bakl Weigelsdorf) zu sehen sein. Das alles natürlich in Kombination mit tatkräftiger Unterstützung von Spielerinnen aus dem Ausland. Am Ende des Tages geht es in Salzburg zwar sportlich um alles, aber doch um noch mehr als „nur“ den Titel: „Für uns ist die Austragung des ÖTV-Bundesliga-Finales ein Auftrag“, erklärte STC-Mannschaftsführer Valentin Snobe. „Wir wollen dabei abermals dem Nachwuchs etwa als Ballkinder oder bei einem Q&A mit den Bundesliga-Profis die Möglichkeit geben, hautnah in den Spitzensport reinzuschnuppern.“ Im Vorjahr hatten gesamt 650 Zuschauerinnen und Zuschauer die Anlage gesäumt, heuer will man diese Zahl weiter toppen: „Wir rechnen und planen mit einem großen Tennisfest.“
So blicken die Mannschaftsführer:innen auf die Finals der ÖTV-Bundesliga
Valentin Snobe (STC Raiffeisen Team Salzburg): „Ich sehe es genau wie im Vorjahr, dass Mauthausen leichter Favorit ist, auch aufgrund der massiven Doppelstärke. Wir werden – angeführt von Jakob Schnaitter und Mark Wallner, die sich auf dem Rückweg von den US Open befinden – alles versuchen, dagegenzuhalten und mit zumindest einem Punkt aus den Doppelmatches hinauszugehen. In den Singles setzen wir danach auf unseren Heimvorteil. Es werden mit Sicherheit spannende Finalspiele. Die Wettervorhersage ist mit 24 Grad perfekt, wir rechnen und planen mit einem großen Tennisfest.“
Hannes Pühringer (Union SKE Mauthausen): „Unser Ziel ist grundsätzlich natürlich, das Finale zu gewinnen. Es wird wahrscheinlich stark davon abhängen, wer wirklich spielt. Wir sind eigentlich gut aufgestellt, bei zwei, drei Spielern ist es noch in der Schwebe. Wenn diese spielen können, bin ich guter Dinge, sonst wird es eng. Das ist bei Salzburg wohl auch so. Wichtig ist, dass es ein geiles Tennisfest wird. Aber ich gehe davon aus, dass die Salzburger das gut machen werden.“
Barbara Haas (LINZ AG Team OÖ): „Jeder, der im Finale ist, hat es mehr als verdient, dort zu sein. Es werden sicher sehr, sehr spannende Matches. Ich bin gespannt, wie unsere Gegnerinnen einlaufen. Die Besseren an dem Tag sollen gewinnen. Gleiches gilt für die Herren, aber wir würden uns natürlich freuen, wenn wir bei den Damen und auch bei den Herren den Sieg nach Oberösterreich bringen können. Wir freuen uns sehr aufs Endspiel. Es war in den letzten Jahren immer eine super Veranstaltung. Wenn Herren und Damen auf einer Anlage spielen, tut sich immer mehr und ist richtige Bundesliga-Stimmung.“
Thomas Christ (TC Bakl Weigelsdorf): „Wir werden – so wie immer – mit der stärksten möglichen Aufstellung ins Finale gehen, und dann sehen wir, was passiert. Wir hoffen, dass wir es heuer mal schaffen, bei der dritten Finalteilnahme. Aber es wird gegen das starke LINZ AG Team OÖ wie immer sehr schwierig. Unsere Mädchen werden ihr Bestes geben. Ich bin sicher, dass das eine tolle Veranstaltung wird, mit vielen Zuschauerinnen und Zuschauern, die Salzburger haben sich bei der Bewerbung mächtig ins Zeug gelegt.“