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Erste Bank Open: Rodionov unterliegt formstarkem Basilashvili

Am Donnerstag spielt Alexander Zverev gegen Tallon Griekspoor um den Sprung zur Nummer eins der Welt.
Verfasst von: Presseaussendung / Redaktion, 28.10.2026
© GEPA pictures / Walter Luger
Jurij Rodionov (rechts) musste die bessere Tagesverfassung von Nikoloz Basilashvili (links) neidlos anerkennen.

Österreichs Davis-Cup-Held Jurij Rodionov, der mit einer Wildcard im Hauptbewerb der Erste Bank Open 2026 stand, traf am Mittwoch zum Abschluss der Auftaktrunde des mit 2.797.985 Euro dotierten ATP-500-Turniers auf Nikoloz Basilashvili, der in der Vorwoche das Endspiel von Almaty (Kasachstan) erreicht hatte. Nach einem ausgeglichenen ersten Satz riss der Georgier die Partie im weiteren Verlauf zunehmend an sich und setzte sich am Ende mit 7:6 (3), 6:1 durch. Nachdem Qualifikant Lukas Neumayer am Nationalfeiertag am Montag ebenfalls in Runde eins verloren hatte, sind somit keine Österreicher im Einzel mehr im Rennen.

Mit dem Selbstvertrauen des Finaleinzugs beim ATP-250-Event in Almaty im Rücken startete Nikoloz Basilashvili gegen Jurij Rodionov in der mit 9800 Fans ausverkauften Wiener Stadthalle sehr druckvoll und fand im ersten und dritten Game gleich Breakchancen vor, die der Österreicher allerdings noch abwehren konnte. Beim Stand von 2:2 nahm der Weltranglisten-95. dem Niederösterreicher dann jedoch das Service ab und schien damit die Weichen auf Gewinn des ersten Durchgangs zu stellen.

Doch Rodionov nützte gleich seine erste Breakchance zum 5:5-Ausgleich und hatte gegen Ende des ersten Satzes seine beste Phase in diesem Match. Im Tiebreak brachte der Lokalmatador mit aktueller Weltranglistenposition 137 zwei zweite Aufschläge von Basilashvili allerdings nicht ins Feld, im Gegensatz dazu nützte der Georgier seine Chancen eiskalt und gewann die Kurzentscheidung mit 7:3. Im zweiten Durchgang war beim österreichischen Davis-Cup-Helden die Luft draußen. Rodionov fand schon im Auftaktgame drei Breakbälle vor, musste zum 0:2 selbst das Service abgeben und konnte auch im dritten Game einen Breakball nicht verwerten. So geriet Rodionov rasch mit 0:5 in Rückstand, nach 1:35 Stunden verwertete Basilashvili seinen ersten Matchball zum Sieg, der ihm nun am Donnerstag um nicht vor 15:00 Uhr im Achtelfinale ein Duell mit dem spanischen Superstar Carlos Alcaraz Garfia (ATP-Rang 3) beschert.

„Ich habe nicht gut begonnen, im Verlauf des ersten Satzes aber immer mehr zu meinem Spiel gefunden. Das Tiebreak muss ich besser spielen. Da hatte Basilashvili bei 1:0 zwei zweite Aufschläge und ich habe beide Returns ins Aus gesetzt. Auf diesem Niveau darf ich mir solche Fehler nicht erlauben. Im zweiten Satz hatte ich in zwei Aufschlagspielen insgesamt vier Breakchancen, konnte sie aber nicht nutzen. Er hatte danach seine Möglichkeiten und hat sie verwertet. Plötzlich steht es 0:4, und dann wird es natürlich sehr schwer, zurückzukommen. Am meisten im Stich gelassen hat mich heute mein Aufschlag. Gegen einen Spieler, der zweite Aufschläge derart aggressiv retourniert, entsteht zusätzlicher Druck. Dann ist es keine Überraschung, dass ich mehrmals gebreakt wurde“, zog Rodionov nach der Partie nüchtern Bilanz.

Auch im Doppelbewerb gab es am Mittwoch kein heimisches Erfolgserlebnis. Einen Tag nach seinem 29. Geburtstag verlor Alexander Erler mit Robert Cash in der Marx Halle das Erstrundenspiel in zwei Sätzen. Der Tiroler und der US-Amerikaner, die zusammen eine Wildcard erhielten, unterlagen Guido Andreozzi (Argentinien) und Manuel Guinard (Frankreich) nach kurzzeitiger 4:3-Breakführung mit 4:6, 2:6. In den Jahren 2022 und 2024 hatte Erler das Turnier jeweils mit Lucas Miedler für sich entschieden.

Zverev um Weltranglistenführung, Österreich-Action in der Marx Halle

Sollte Alexander Zverev am Donnerstag sein Achtelfinalmatch in Wien gewinnen, würde er am kommenden Montag zum ersten Mal die Weltrangliste anführen. Letzte Hürde auf dem Weg zur Nummer eins ist für den Deutschen (ATP 2) der niederländische Brüssel-Sieger Tallon Griekspoor (ATP 50), der die Erstrundenpartie gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima (ATP 17) mit 6:1, 4:6, 7:6 (2) für sich entschied. Beginn dieses Spiels in der Wiener Stadthalle ist nicht vor 17:30 Uhr. ServusTV überträgt ab 13:20 Uhr live, ORF SPORT+ ab 20:45 Uhr.

Die rot-weiß-rote Action spielt sich an diesem Tag in der Marx Halle ab. Dort bestreiten Lukas Neumayer und Rodionov, mit einer Wildcard ausgerüstet, auf dem Glaubandich Court um nicht vor 14:30 Uhr ihr Auftaktspiel im Doppel gegen die US-Amerikaner Ryan Seggerman und Learner Tien. In der übernächsten Partie, der letzten auf diesem Platz am Donnerstag, steht das ÖTV-Topteam Miedler und Neil Oberleitner im Einsatz: Der zweifache Stadthallen-Champion aus Niederösterreich und der Wiener Lokalmatador treffen auf Petr Nouza (Tschechien) und Special-Exempt-Inhaber Michael Venus (Neuseeland).

Beim Erste Bank Open Wheelchair Invitational presented by win2day haben Nico Langmann und Maximilian Taucher am Abend auf dem Fairplay Court ihre ersten Einsätze. Der Wiener spielt gegen Italiens Nummer eins Luca Arca, der Vorarlberger Youngster gegen den Weltranglistenzweiten Alfie Hewett (Großbritannien).

 

TICKETINFORMATION

Eintrittskarten für die Erste Bank Open können auf den Websites www.erstebank-open.com/tickets, www.stadthalle.com und www.wien-ticket.at erworben werden. Auskünfte erteilt zudem die Tickethotline unter der Telefonnummer 01 / 79 999 79.

Einzeltickets für die Matches des ATP-Turniers, des Rollstuhltennisevents sowie das Training der Tennisstars in der Marx Halle sind um 25 Euro pro Tag erhältlich. Für Kinder bis 5 Jahre ist der Eintritt frei, Kinder- und Jugendtickets (6 bis 15 Jahre) belaufen sich auf 12,50 Euro. Dazu werden attraktive Family-Tickets für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder für 69 Euro ebenso angeboten wie VIP-Pakete für einzelne Tage und die gesamte Turnierwoche. Infos unter https://www.erstebank-open.com/de-at/tickets/tickets/vip-marx-halle.

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