Senior:innen-WM: Kanduth krönt sich zur Weltmeisterin

Sarah Kanduth hat es geschafft! Bei den World Individual Championships 30+, 35+, 40+ und 45+ in Antalya, der offiziellen Senior:innen-Weltmeisterschaft der ITF World Tennis Masters Tour, kürte sich die junge Villacherin in der Alterskategorie 30+ sensationell zur Weltmeisterin. Mit diesem Triumph setzte die 30-Jährige, die in der win2day Bundesliga in der Allgemeinen Klasse für den TC St. Andrä aufschlägt, ein eindrucksvolles Zeichen auf der internationalen Bühne und krönte sich zur besten Spielerin in ihrer Altersklasse. Besonders beeindruckend: Sie holte den Titel ohne Satzverlust.
Kanduth: „Der Titel bedeutet mir unglaublich viel“
Im Finale traf Kanduth auf Ekaterina Komarova, die zuvor in einem russischen Duell die Nummer eins des Turniers Alisa Danilova besiegt hatte. Dank einer souveränen Leistung konnte sich die zweitgesetzte Kärntnerin gegen Komarova mit 6:3, 6:4 durchsetzen und sich hiermit den Weltmeisterinnentitel sichern. Dank ihrer herausragenden Leistungen übernimmt sie ab nächster Woche auch die Spitzenposition im Ranking der Damen 30+ auf der ITF World Tennis Masters Tour. Ein Meilenstein in ihrer Karriere, der ihre harte Arbeit und ihren unermüdlichen Ehrgeiz unterstreicht.
„Dieser Titel bedeutet mir unglaublich viel. Es ist das Ergebnis harter Arbeit, und ich bin stolz, Österreich auf internationaler Ebene vertreten zu dürfen“, so die frischgebackene Weltmeisterin nach ihrem Erfolg. Kanduth bleibt noch bis Ende März in der Türkei, wo sie an einem weiteren ITF-MT1000-Turnier teilnimmt. Danach ist sie wieder an ihrer Trainingsstätte in Warmbad Villach oder Annenheim anzutreffen – oder bei den Bundesligaspielen von St. Andrä im Einsatz.
Edelmetall auch für Grißmann, Mühlberger, Herrmann und Gruber
Der Triumph von Kanduth blieb jedoch nicht der einzige Medaillengewinn für Österreich in der Türkei. Insgesamt holten noch vier weitere ÖTV-Asse WM-Edelmetall, und zwar in sämtlichen Fällen Bronzemedaillen: Peter Grißmann und Johannes Mühlberger wurden im Herrendoppel 30+ genauso Dritte wie Nina Herrmann im Mixed-Doppel 40+ mit dem Niederländer Marc Felius und Sandra Gruber im Dameneinzel 45+.
Dazu kamen zahlreiche weitere Spitzenplätze: Mühlberger erreichte bei den Herren 30+ so wie Grißmann bei den Herren 35+ sowie Herrmann bei den Damen 40+ jeweilig das Einzelviertelfinale und somit Platz fünf. Diesen verbuchte zudem Marta Szabo im Mixed-Doppel 45+ mit dem Deutschen Mark Götzl. Und Martin Zehetner gleich zweimal: Beim Herrendoppel 40+ mit dem Deutschen Oliver Britze und beim Mixed-Doppel 40+ an der Seite von Landsfrau Gruber, wo die beiden im Viertelfinale gegen den jahrzehntelangen Doppel-Weltklassespieler Aisam-ul-Haq Qureshi (Pakistan) und dessen Partnerin Magalie Girard (Frankreich) antreten durften und diesen immerhin vier Spiele abknöpfen konnten. Im Herreneinzel 40+ verlor Zehetner nach zwei Siegen im Achtelfinale.